Saint Ursanne

Gestern hatte ich einen wunderschönen Pfingstmontag, von dem ich euch berichten möchte. Ich wurde von meiner Arbeitskollegin, die in Grenzach (Deutschland) wohnt, zu einem Familienausflug eingeladen. Es ging in das Schweizerische Juragebirge, da ich mir gewünscht habe, die Schweiz noch näher kennenzulernen. Das Juragebirge liegt im französischsprachigen Teil der Schweiz im Kanton „Jura“. Nach ca. 1,5h Autofahrt haben wir den kleinen Ort „Saint Ursanne“ erreicht, der direkt am Fluss „Doubs“ liegt, welcher das längste Fließgewässer im Jura ist. Es ist ein idyllisches Fleckchen Erde, eingerahmt von hohen bewaldeten Bergen.

Saint Ursanne

Saint Ursanne

Zunächst machten wir uns auf den Weg in die kleine Innenstadt. Es ist unglaublich den Wechseln zwischen den Kulturen zu beobachten. Kaum ist man im französisch sprachigen Teil der Schweiz, schon verändert sich das komplette Stadtbild. Die Häuser haben einen südländischen Touch und man fühlt sich wirklich wie in Frankreich. Die Innenstadt war wirklich klein aber sehr hübsch und wird vor allem von Ausflüglern besucht.

Innenstadt

Innenstadt

Danach stärkten wir uns während eines Picknickes am Ufer des Doubs und genossen die tolle Landschaft um uns herum.

Picknickplatz

Picknickplatz

Mit neuen Kräften ging es zum Kanu fahren auf dem Doubs. Es ist ein sehr ruhiger Fluss, sodass ein Kentern so gut wie unmöglich war. Für die beiden Kinder meiner Kollegin war das Kanufahren ein besonderes Highlight, denn das Tourismuscenter hatte sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Während man mit dem Kanu auf dem Fluss fährt, konnte man eine Art Schatzsuche machen. An verschiedenen Punkten auf dem Fluss waren Bojen verteilt, die man ansteuern musste. Jede Boje enthielt eine Nummer, die man sich entweder merken oder auf einem Zettel eintragen konnte. Hatte man alle Bojen erfolgreich abgefahren, ergaben die Zahlen einen Lösungscode für zwei Schlösser, die  an einer Schatzkiste im Tourismuscenter befestigt waren. Zurück an Land konnte man dann mühelos die Schatztruhe öffnen und sich an schokoladigen Goldmünzen erfreuen. Eine tolle Idee! Nach einer Stunde Kanufahrt war man dann aber schon etwas geschafft, vor allem, wenn man völliger Anfänger ist wie ich. Vor allem Flussaufwärts war es nicht so einfach und da man zu Zweit oder zu Dritt in einem Boot saß musste man sich ersteinmal aufeinander einstellen und den richtigen Rhythmus finden. Gar nicht so einfach und ziemlich anstrengend… Ich hatte schon Befürchtungen heute von einem Muskelkater geplagt zu werden, der aber gott sei Dank ausblieb 😉

Kanu fahren

Kanu fahren

Nach einem Eisbecher im Tourismuscafé war es dann auch schon Zeit für den Heimweg zurück nach Grenzach. Grenzach gehört bereits zu Deutschland, ist aber direkt an der Grenze zu Basel und nur ein Katzensprung von meiner Wohnung entfernt. Dort ließen wir den Abend bei einem Barbecue im Garten meiner Kollegin langsam ausklingen, bevor es dann für mich nach Hause ging. Es war ein wunderschöner gelungener Tag, der mir die Schweiz wieder ein Stück näher gebracht hat und mir wieder einmal gezeigt hat, wie schön es ist hier zu sein.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Strasbourg (Alsace)

Das nächste Wochenende steht vor der Tür und ich habe euch nicht einmal von meinem letzten erzählt. Am Samstag habe ich einen Trip nach Strasbourg gemacht. Die Hauptstadt des Elsasses liegt ca. 1h Zugfahrt von Basel entfernt und ist prima zu erreichen. Bei meinem Besuch ist mir aufgefallen, dass es eine Stadt mit zwei Gesichtern ist: Auf der einen Seite ist es eine wirklich idyllische Stadt, denn das kleine Flüsschen „Ill“ schlängelt sich hindurch und lädt zum gemütlichen Uferspaziergang ein. Auf der anderen Seite ist die Stadt touristisch total überladen, was ein wenig die Atmosphäre dieser tollen Stadt zerstört.

Strasbourg

Strasbourg

Strasbourg

Strasbourg

Ich war geschockt als ich auf dem Münsterplatz ankam (es war zu relativ früher Stunde) und die Menschenmassen sah. Das Münster (Cathédrale Notre-Dame) gehört zu den bedeutesten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte und ist dementsprechend ein touristisches Highlight. Der Münsterplatz drum herum beherbergt kleine nette Cafés, aber auch Souvenirläden stehen dicht an dicht mit immer demselben Angebot, was ziemlich übertrieben ist.

Das Strasbourger Münster

Das Strasbourger Münster

Mein erster Eindruck fiel also nicht so gut aus und ich musste erst einmal vor den Menschenmengen fliehen. Ich machte mich auf in Richtung Norden zum Europäischen Parlament. Auf meinem Weg kam ich an einer schönen Synagoge vorbei (Synagogue de la Paix) und auf meinem weiteren Weg fiel mir auf, dass sehr viele Juden auf den Straßen unterwegs waren. Schließlich erreichte ich den Park der Orangerien. Er ist riesig, mit vielen Spielplätzen, liebevoll angelegten Blumen und einem kleinen Mini-Tierpark. Natürlich beherbergt er auch das Wappentier des Elssases: Den Storch. Dieser ist in der ganzen Stadt anzutreffen sowohl als Plüschtier als auch lebendig. Die Strasbourger haben sich dazu etwas ganz besonderes einfallen lassen: Eine Straße ist mir aufgefallen, die mit Bäumen gesäumt war, deren Krone oben flach abgeschnitten war. Darauf waren Storchennester gebaut worden und es war wirklich jedes Nest besetzt. Unglaublich! Die ganze Straße besaß bestimmt über 20 Bäume mit Nestern und in jedem Nest saß eine Storchenfamilie, sogar mit Nachwuchs. Das fand ich sehr niedlich.

Elsässer Wappentier

Elsässer Wappentier

Nach der Durchquerung des Parks war ich nur noch zwei Brückenüberquerungen vom Europäischen Parlament entfernt. Ich befand mich bereits im Viertel der europäischen Institutionen und passierte den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der direkt am Fluss gelegen ist. Wandte ich meinen Blick auf die gegenüberliegende Flussseite konnte ich bereits das imposante Gebäude des Europäischen Parlament bewundern. Dies war auch der beste Blick, wie ich feststellte, als ich dann direkt vor dem modernen Gebäude stand. Dicke Betonmauern umgaben es und gaben so nur einen geringen Blick auf das Gebäude frei.

Das Europäische Parlament

Das Europäische Parlament

Danach ging es zurück Richtung Innenstadt direkt am Illufer entlang. Es war ein traumhafter Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein und Vogelgezwitscher. Von Zeit zu Zeit traf man auf schön verzierte edle Brücken, zahlreiche Kirchen und ich kam am gläsernen Gebäude des Fernsehsenders Arte vorbei.

Eine von zahlreichen Strasbourger Brücken

Eine von zahlreichen Strasbourger Brücken

Zurück in der Stadt wurde die Idylle jäh zerstört. Es war noch voller geworden und die Menschen tummelten sich vor allem am Bootsanleger und natürlich in den kleinen Einkaufsgassen. Ich wünschte mich zurück ans ruhige Illufer, wollte aber unbedingt noch die Elsässer Spezialität (tarte flambée) probieren und suchte mir ein nettes Lokal auf dem Gutenbergplatz. Dort ruhte ich mich von meinem doch ganz schön mächtigen Fußmarsch aus und genoss das französische Leben.

tarte flambée

tarte flambée

Anschließend schlenderte ich noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen von Strasbourg, wobei ich dann aber auch froh war, mich auf den Weg Richtung Bahnhof aufmachen zu können, um den letzten Zug zurück nach Basel zu erwischen.

Auch wenn ich mir von Strasbourg mehr erhofft habe, war es ein gelungener Tag mit tollem Wetter und vielen schönen Eindrücken.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Basel aus der Vogelperspektive

Das Münster

Das Münster

239, 240, 241, 242…Geschafft!! Nach 242 Stufen habe ich einen der beiden Türme des Basler Münsters erklommen. Das Münster ist das Wahrzeichen Basels und eines der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Von innen finde ich allerdings, dass es der Michaeliskirche in Hildesheim keine Konkurrenz macht 😉 Aber der Ausblick von den beiden Türmen war natürlich grandios. Bei herrlichem blauen Himmel konnte man die ganze Stadt überblicken. Die gut 60m hohen Türme erlaubten sogar einen so weiten Blick, dass man Ausläufer des Schwarzwaldes sehen kann.

Blick Richtung Deutschland

Blick Richtung Deutschland

Blick auf die Wettsteinbrücke

Blick auf die Wettsteinbrücke

Auch von oben betrachtet versprüht die Stadt seinen ganz besonderen Charme. Es ist einfach einzigartig, wie der Rhein sich durch die Stadt schlängelt und die vielen Brücken, vor allem die schöne steinernde Mittlere Brücke,  vervollständigen das tolle Stadtbild.

Basel von oben

Basel von oben

Auf dem Bild „Basel von oben“ kann man rechts an der Seite das berühmte rote Rathaus erkennen und am linken Bildrand ragt der Turm des Spalentors ins Bild. Durch die Turmbesteigung habe ich gemerkt, wie gut ich Basel nun schon kenne und konnte die meisten großen Bauten problemlos zuordnen. Jedem Besucher empfehle ich die 242 Stufen auf sich zu nehmen und einmal einen Blick auf Basel aus der Vogelperspektive zu werfen. Bei so tollem blauen Himmel wie gestern ist es natürlich am eindrucksvollsten.

Zum Abschluss des Tages ging es ins Kino.Kultur. Zusammen mit meinem spanischen Intercambio-Partner schaute ich einen Film auf Spanisch an mit deutschen und französischen Untertiteln:“Abrir puertas y ventanas“. Es war wirklich nicht einfach das Spanisch zu verstehen, denn die Schauspieler sprachen das Spanisch, welches man in Argentinien spricht. Es ist wie ein Dialekt und selbst mein spanischer Begleiter (er kommt aus Andalusien) musste ganz genau zuhören, um den Film folgen zu können. Trotzdem war es ein netter Film und vor allem das Ende hat mir super gut gefallen. Das Kino ist ein besonderes Kino, denn es bietet nicht diese „kommerziellen“ Filme an, sondern zeigt vor allem Filme aus anderen Ländern, wie Frankreich, Italien oder eben aus spanischsprachigen Ländern. Für mich als sprachbegeisterte natürlich eine tolle Sache, in die man dann gerne auch die hohen Kinoeintrittspreise von 14CHF (als Student!) investiert 😉

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Tierisch Tierisch

Nachdem der gestrige Samstag im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser gefallen“ ist und ich dies ordentlich zu spüren bekommen habe, wurde ich heute dafür entschädigt. Zwar war es nicht sonderlich warm (nach 33°C am Donnerstag und Freitag der letzten Woche ist man ganz schön verwöhnt ;-)) aber immerhin regnete es nicht und der Himmel wurde nur von ein paar Wolken durchzogen. Also machte ich mich auf den Weg in den Tierpark „Lange Erlen“. Dieser Park liegt im Nord-Osten von Basel auf der anderen Seite des Rheins.

Er ist total schön angelegt und beherbergt vor allem heimische Tiere, was für mich sehr interessant war. So lernte ich das Schweizer Fehkaninchen kennen, verschiedene Schweizer Hühnerarten und das Walliser Schaf (Das Wallis ist eine französisch- und deutschsprachiger Kanton im Süden der Schweiz) kennen.  Ganz besonders beeindruckend fand ich den Luchs, der am heutigen Tage sehr aktiv war, denn ich kann mich nicht erinnern schon einmal einen in einem Tierpark gesehen zu haben. So bummelte ich einige Zeit durch den Park und genoss die vereinzelten Sonnenstrahlen.

Walliser Schaf

Walliser Schaf

Luchs

Luchs

Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg zurück in die Stadt. Ich hatte noch geplant einen im Stadtführer erwähnten Park direkt an der Rheinpromenade zu besuchen: Den Park Solitude. Schon der Weg dorthin ist sehr angenehm, denn es ging mit dem Fahrrad immer am Rheinufer entlang. Der Park selbst liegt direkt neben dem Roche-Institut und ist eigentlich nicht besonders groß. Aber sehr schön gelegen, direkt am Rhein und eine Allee von Bäumen umrahmt den Weg. Daneben gab es viele viele verschiedenen Blumen, die mich zum Fotos machen geradezu animierten. Angegliedert an den Park liegt direkt das Tinguely Museum. Also nutze ich diese Gelegenheit und besuchte das Museum, was mich aber nicht besonders inspirierte^^ Ich konnte mich mit dieser Kunst nur eingeschränkt identifizieren, wobei ich aber den von Jean Tinguely konstruierten Brunnen am Barfüsserplatz in Basel schon sehr lustig finde. Die einzelnen Brunnenteile bewegen sich unermüdlich und es entstehen tolle Wasserspiele, die man stundenlang beobachten kann. Es ist außerdem ein beliebter Treffpunkt und eines der Highlights in Basel.

Park Solitude

Park Solitude

Blick auf St.Alban

Blick auf St.Alban

Tinguely Brunnen

Tinguely Brunnen

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Einmal Luzern und zurück :-)

Für gestern den 30.April hatte ich einen ganz besonderen Tag geplant. Ich hatte das Glück eine von den sehr begehrten Zugtagestickets zu ergatten. Jeden Tag werden nur 15 Tickets von der Stadt Basel an die Bewohner verkauft. Sie sind deswegen so begehrt, da sie sehr kostengünstig sind (dazu muss man wissen, dass Zugfahren in der Schweiz unglaublich teuer ist) und außerdem kann man mit diesen Tickets nicht nur in der gesamten Schweiz den Zug nutzen, sondern auch diverse andere Verkehrsmittel wie Trams, Boote oder die Seilbahnen, die einen auf die Berge bringen, gehören mit zum Angebot.

Als stolzer Besitzer eines solchen Tickets plante ich eine Reise nach Luzern. Die Stadt am Vierwaldstättersee liegt ca. 100km süd-östlich von Basel entfernt und ist mit dem Zug in ungefähr einer Stunde gut zu erreichen. Gleich früh am Morgen machte ich mich auf den Weg und kam gegen 9:00Uhr in Luzern hat. Mein erster Weg führte mich ins Tourismusbüro direkt im Bahnhof, um einen Stadtplan zu ergattern sowie mich über die An- und Ablegezeiten der verschiedenen Schiffe zu informieren. Als ich aus dem Bahnhof herauskam, war ich direkt überwältig. Der große blau schimmernde Vierwaldstättersee lag vor mir, umrahmt von gigantischen Bergen. Endlich, endlich sah ich richtig hohe Berge, wie man sie im Geiste vor sich hat, wenn man an die Schweiz denkt. Nun war ich zwar schon 3 Monate in der Schweiz, aber solche Berge hatte ich noch nicht gesehen, seit ich hier bin. Deshalb war es für mich ein fantastischer Moment.

Da das Schiff, was ich mir herausgesucht hatte, erst in einer Stunde ablegen sollte, schaute ich mir schon ein wenig die Stadt an. Die ersten Sehenswürdigkeiten wie die Kapellbrücke mit dem Wasserturm sowie das Nadelwehr ließen auch nicht lange auf sich warten. Gerade die Kapellbrücke könnte man als eines der Wahrzeichen Luzerns bezeichnen.

Kapellbrücke mit Wasserturm

Kapellbrücke mit Wasserturm

Nach einem ersten Eindruck von der niedlichen Altstadt Luzerns, war es auch schon Zeit zum Bootsanleger zurückzukehren, um gegen 10:12Uhr das Schiff Richtung Flüelen zu nehmen. Vom Boot aus waren die riesigen Berge noch eindrucksvoller und man war die ganze Zeit damit beschäftigt, auf dem Boot umherzugehen, um eine Rundumsicht des Sees zu erlangen. Nach einer Stunde stieg ich an der 5. Station „Vitznau“ aus und nahm von dort aus die Zahnradbahn, um den 1800m hohen Berg Rigi zu erklimmen.

Zahnradbahn

Zahnradbahn

Der Berg wird auch als „Queen of the mountains – Königin der Berge“ bezeichnet. Ich war zuvor noch nie auf solch einen hohen Berg gefahren und ich muss sagen, mir war schon ein wenig mulmig zu Mute. Es ging steil bergauf und ich hoffte die ganze Zeit über, die Bahn möge doch bitte bitte nicht den „Halt verlieren“ und den Berg wieder hinunterrutschen. Das war also schon eine gewaltige Mutprobe für mich an diesem Tag. Aber man wurde belohnt. Oben angekommen erwartete mich ein unglaublicher Blick. Wohin man sah, konnte man Berge mit weißen Berggipfeln bestaunen. So etwas hatte ich mir immer vorgestellt, wenn ich an meinen Aufenthalt in der Schweiz dachte. Es war fantastisch.

geschafft :-)

geschafft 🙂

Auf dem Rigi

Auf dem Rigi

Jetzt trennten mich noch 174m vom Gipfel, die ich meisterhaft hinter mich brachte und mich nun auf 1800müM befand. Ein tolles Gefühl. Oben auf dem Berg pustete der Wind ganz mächtig, sodass man schon aufpassen musste, nicht weggeweht zu werden. Dafür zeigte sich aber auch die Sonne, die unten im Tal noch auf sich warten ließ. Von hier oben war alles so klitzeklein; wie Spielzeugstädte lagen die kleinen Orte im Tal.

Spielzeugstadt!?

Spielzeugstadt!?

Nach einer Stunde war ich vom Wind ordentlich durchgefroren und hatte gefühlte 1000 Fotos gemacht. Ich wollte diese perfekten Momente festhalten, um sie auch später ins Gedächtnis zu holen und erneut genießen zu können. Meiner Meinung nach, ist mir das ganz gut gelungen 😉

Gut, dass uns die Zahnradbahn auch schon bald wieder abholte, denn der Wind ging einem wirklich durch Mark und Bein. Die Bahn brachte uns sicher zurück ins Tal, bis wohin die Sonne nun auch durchgedrungen war. So verbrachte ich die Rückfahrt auf dem vorderen Deck des Schiffes und sonnte mich. So ließ es sich gut aushalten!

Rigi vom Tal aus

Rigi vom Tal aus

Blick auf Luzern

Blick auf Luzern

Zurück in Luzern, nutze ich die Zeit, um mir noch die restlichen Sehenswürdigkeiten anzusehen. Vor allem die Reste der alten Stadtmauer („Museggmauer“) und ihre Stadttürme faszinierten mich. Sie waren Teile des 1386 entstandenen Befestigungsrings der Stadt. Man konnte sowohl 3 der Türme besteigen („Schirmerturm“, „Zytturm“ und „Männliturm“) als auch auf einem Teil der Stadtmauer entlang laufen. Von dort hatte man  einen super Blick auf die Stadt.

Stadtmauer mit Turm

Stadtmauer mit Turm

Blick von der Stadtmauer aus

Blick von der Stadtmauer aus

Auch das Löwendenkmal „Der sterbende Löwe von Luzern“, das eines der berühmtesten Denkmäler der Welt ist, war vor mir nicht sicher. Es ist in einen natürlichen Fels gehauen worden und erinnert an die in den Tuilerien gefallenen Schweizer 1792. Damit war mein Stadtrundgang, auf dem ich noch viele viele verschiedene Kirchen bewundern konnte, zuende und ich war totmüde. Sehr zufrieden mit dem hinter mir liegendem Tag und mit über 500 Fotos im Gepäck, nahm ich müde und erschöpft den nächsten Zug zurück nach Basel.

Löwendenkmal

Löwendenkmal

Luzern war für mich ein großartiges Erlebnis. Ich muss sagen, dass ich zum Urlaub machen wieder dorthin zurückkehren würde, denn die vielen Berge um den Vierwaldstättersee warten nur darauf erklommen zu werden. Das, was ich an diesem einen Tag gesehen hatte, war ja nur ein klitzekleiner Bruchteil davon, was die Stadt zu bieten hat. Im Gegensatz zu Basel, ist Luzern aber auf jeden Fall viel touristischer ausgelegt. An jeder Ecke gibt es einen Souvenirladen und auch die vielen (japanischen ;-)) Reisegruppen durchziehen das Stadtbild. Außerdem bemerkt man den „High-Society“ Charakter dieser Stadt. Die Läden sind schick und  teuer und vor allem sind es die Uhrenläden, in denen man sein Geld lassen kann. Für mich wäre Luzern eine Stadt, in der man gut seinen Urlaub verbringen könnte, aber zum Leben würde es mir nicht zusagen, auch wenn der mit Bergen umzingelte See auf jeden Fall seinen ganz besonderen Reiz hat.

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Basel von seiner historischen Seite

Früher war die Stadt Basel gut geschützt. Es existierte sowohl eine innere Stadtmauer als auch eine äußere Stadtmauer. Überreste sind noch heute zu finden und auch 3 von insgesamt 7 Stadttoren sind noch erhalten. Ein Tor ist gleich bei mir um die Ecke, und zwar das St.Johannstor (Ich wohne im St.Johannsviertel). Dieses Stadttor war Bestandteil der äußeren Stadtbefestigung und steht heute unter Denkmalschutz.

St.Johanntor

St.Johanntor

Das wohl berühmteste und als Postkartenmotiv sehr begehrtes Stadttor ist das Spalentor. Es gilt als  eines der schönsten Stadttore der Schweiz und gehört ebenfalls zur äußeren Stadtbefestigung. Es ist mit viele Skulpturen verziert und besaß ursprünglich eine Fallbrücke über den Stadtgraben. 1933 wurde das Tor aufwendig restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Heute fährt eine Tramlinie direkt am Spalentor entlang und auch eine Haltestelle ist nach diesem Stadttor benannt.

Spalentor

Spalentor

Diese beiden Stadttore waren mir also bekannt, denn sie liegen nicht weit von der Innenstadt entfernt.

Um nun auch das 3 Tor kennenzulernen bin ich gestern ein Stück mit dem Fahrrad gefahren und zwar in die St. Alban Vorstadt. Diese liegt noch hinter der Wettsteinbrücke, also gut 4 Brücken von meiner Wohnung entfernt. Dieser kleine Ausflug hat sich aber gelohnt. Der Bereich der St. Alban Vorstadt, der an den eigentlichen Stadtteil St.Alban grenzt, ist sehr niedlich, mit kleinen Gassen und schönen Häusern. Das St. Albantor habe ich schnell gefunden und konnte sogar noch Überreste der alten Stadtmauer bewundern. Das Stadttor selbst, was auf Baslerdeutsch „Dalbedoor“ genannt wird, wurde 1356 von einem Erdbeben teilweise zerstört, konnte aber 1374 wieder als Stadttor fungieren.  Eine komplette Neugestaltung verhinderte zwar 1871-1873 den Abriss des Tores, hatte aber auch zur Folge, dass das Stadttor ein wenig von seinem ursprünglichen Charakter verlor.  1975 folgte dann eine weitere Restaurierung, mit der man versuchte das St. Albantor weitgehenst authentisch wiederherzustellen.

St.Albantor

St.Albantor

St.Albanvorstadt

St.Albanvorstadt

Da das wunderbare Wetter zu einer Fototour durch Basel einlud, will ich euch die tollen Bilder nicht vorenthalten. Es ist unglaublich wie sich die Wirkung einer Stadt verändert, wenn die Sonne strahlt und der Himmel blau und wolkenlos ist.

Blick auf das Münster

Blick auf das Münster

Blick von Wettsteinbrücke

Blick von der Wettsteinbrücke

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Easter break

Am vergangenen Wochenende erlebte ich also mein erstes Osterfest weit weg von zu Hause. Trotzdem musste ich nicht ganz auf einen Teil der Familie verzichten, da Steffen mich besuchen kam. Bereits am Donnerstag den 5.04 konnte ich ihn am Schweizer Bahnhof SBB in Empfang nehmen und das ganz ohne Verspätung des Zuges (wow). Bereits am Abend begannen wir unsere nächsten 5 gemeinsamen Tage zu planen:

Am Freitag sollte es nach Freiburg gehen. Zwar war es an diesem Tag ziemlich bewölkt, trotzdem erklommen wir frohen Mutes den Schlossberg und hatten eine nette Aussicht auf die gesamte Stadt, auch wenn man leider einen nicht allzu weiten Blick hatte. Es wurde ein toller Waldspaziergang auf kleinen Pfaden und enormen Anstiegen. Am Ende des Tages waren wir wirklich ganz schön geschafft und gönnten uns in einer kleinen Eisdiele in der Altstadt ein großes Eis. Das hatten wir uns wirklich verdient. Außerdem bewunderten wir noch das Münster, das alte Rathaus und das Historische Kaufhaus. Nach langem Suchen fanden wir auch das im Reiseführer beschriebene Breisacher Tor. Das war auf jeden Fall ein gelungener Karfreitag.

Blick vom Schlossberg

Blick vom Schlossberg

Das Münster

Das Münster

Am Samstag ging es dann nach Mulhouse, denn dort sollte es ausnahmsweise nicht regnen 😉 Die Wettervorhersage hielt auch was sie versprach und wir bekamen sogar stückenweise blauen Himmel zu sehen. Die Stadt Mulhouse hat uns ziemlich schnell in ihren Bann gezogen. Wir hätten beide nicht vermutet, dass uns so eine nette Altstadt mit solch einem tollen Marktplatz und einer großen Kirche erwartet (Temple Saint-Étienne). Da auch die Geschäfte geöffnet hatten, bummelten wir durch die kleinen Gassen und ließen den französischen Flair auf uns wirken. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zum Automuseum. Dort erwartete uns eine riiiiesige Halle mit Automobilen. Von den ersten Versuchen, bis hin zu den ganz modernen Autos, sowie verschiedenste Ralley- und Formel1-Modelle. Sogar für mich war es faszinierend, muss ich zugeben 😉 Eine Besonderheit hielt das Museum am Nachmittag für uns bereit. In der Außenanlage des Museum ist eine Art Rennstrecke gebaut worden, wo verschiedene Autos vorgeführt wurden. Von alt bis neu. Die Fahrer der Autos waren immer passend zu den einzelnen Jahren, in denen die Autos aktuell waren gekleidet. Dieses Spektakel war noch einmal sehr anschaulich und ein wirkliches Highlight. Wir verbrachten eine lange Zeit in diesem Museum, um auch wirklich alles zu sehen und auch dementsprechend spät, aber glücklich, ging es dann zurück nach Basel.

Marktplatz von Mulhouse

Marktplatz von Mulhouse

Im Automuseum

Im Automuseum

Am Ostersonntag gönnten wir uns dann einen gemütlichen Tag. Es wurde ausgeschlafen, natürlich auch Ostereier versteckt und erfolgreich wiedergefunden und am Nachmittag ging es auf eine Basler-Erkundungstour. Ich zeigte Steffen viele Sehenswürdigkeiten von Basel und auch die Plätze, die für mich hier wichtig geworden sind, wie natürlich meinen Arbeitsplatz. sowie meinen heißgeliebten Bücherschrank gleich um die Ecke 😉

Für Ostermontag hatten wir dann einen Besuch im Naturhistorischen Museum geplant. Dort findet zur Zeit eine Sonderausstellung über Knochen statt. Natürlich genau das richtige für uns. Die Ausstellung war total interessant und super gemacht. Es war viel anschauliches Material zu entdecken mit dazugehörigen ausführlichen Beschreibungen. Da konnte man wirklich noch einiges Lernen, was die Knochen alles über einen Menschen berichten können. Unglaublich…

Rheinufer auf Kleinbasler Seite

Rheinufer auf Kleinbasler Seite

Dienstag hieß es dann langsam Abschied nehmen. Und als wollte das Wetter es einem besonders schwer machen, schien die Sonne mit voller Kraft und es war frühlingshaft warm. Wir nutzen die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges und schlenderten durch die kleinen Basler Gassen, kauften Souvenirs (Basler Leckerlis 😉 ) und saßen am Rheinufer und beobachteten die vorbeifahrenden Schiffe. Es war ein gelungener Abschied, aber trotzdem fiel er sehr schwer meinen Bruder wieder fahren zu lassen. Es waren 6 tolle ereignisreiche Tage und trotzdem wäre ich zu gerne mit in den Zug Richtung Heimat gefahren.

Nun liegen noch 2,5 Monate Praktikum vor mir. Die halbe Zeit ist also schon vergangen. Unglaublich, wie schnell die Zeit rückblickend dann doch vergeht…

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar