Strasbourg (Alsace)

Das nächste Wochenende steht vor der Tür und ich habe euch nicht einmal von meinem letzten erzählt. Am Samstag habe ich einen Trip nach Strasbourg gemacht. Die Hauptstadt des Elsasses liegt ca. 1h Zugfahrt von Basel entfernt und ist prima zu erreichen. Bei meinem Besuch ist mir aufgefallen, dass es eine Stadt mit zwei Gesichtern ist: Auf der einen Seite ist es eine wirklich idyllische Stadt, denn das kleine Flüsschen „Ill“ schlängelt sich hindurch und lädt zum gemütlichen Uferspaziergang ein. Auf der anderen Seite ist die Stadt touristisch total überladen, was ein wenig die Atmosphäre dieser tollen Stadt zerstört.

Strasbourg

Strasbourg

Strasbourg

Strasbourg

Ich war geschockt als ich auf dem Münsterplatz ankam (es war zu relativ früher Stunde) und die Menschenmassen sah. Das Münster (Cathédrale Notre-Dame) gehört zu den bedeutesten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte und ist dementsprechend ein touristisches Highlight. Der Münsterplatz drum herum beherbergt kleine nette Cafés, aber auch Souvenirläden stehen dicht an dicht mit immer demselben Angebot, was ziemlich übertrieben ist.

Das Strasbourger Münster

Das Strasbourger Münster

Mein erster Eindruck fiel also nicht so gut aus und ich musste erst einmal vor den Menschenmengen fliehen. Ich machte mich auf in Richtung Norden zum Europäischen Parlament. Auf meinem Weg kam ich an einer schönen Synagoge vorbei (Synagogue de la Paix) und auf meinem weiteren Weg fiel mir auf, dass sehr viele Juden auf den Straßen unterwegs waren. Schließlich erreichte ich den Park der Orangerien. Er ist riesig, mit vielen Spielplätzen, liebevoll angelegten Blumen und einem kleinen Mini-Tierpark. Natürlich beherbergt er auch das Wappentier des Elssases: Den Storch. Dieser ist in der ganzen Stadt anzutreffen sowohl als Plüschtier als auch lebendig. Die Strasbourger haben sich dazu etwas ganz besonderes einfallen lassen: Eine Straße ist mir aufgefallen, die mit Bäumen gesäumt war, deren Krone oben flach abgeschnitten war. Darauf waren Storchennester gebaut worden und es war wirklich jedes Nest besetzt. Unglaublich! Die ganze Straße besaß bestimmt über 20 Bäume mit Nestern und in jedem Nest saß eine Storchenfamilie, sogar mit Nachwuchs. Das fand ich sehr niedlich.

Elsässer Wappentier

Elsässer Wappentier

Nach der Durchquerung des Parks war ich nur noch zwei Brückenüberquerungen vom Europäischen Parlament entfernt. Ich befand mich bereits im Viertel der europäischen Institutionen und passierte den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der direkt am Fluss gelegen ist. Wandte ich meinen Blick auf die gegenüberliegende Flussseite konnte ich bereits das imposante Gebäude des Europäischen Parlament bewundern. Dies war auch der beste Blick, wie ich feststellte, als ich dann direkt vor dem modernen Gebäude stand. Dicke Betonmauern umgaben es und gaben so nur einen geringen Blick auf das Gebäude frei.

Das Europäische Parlament

Das Europäische Parlament

Danach ging es zurück Richtung Innenstadt direkt am Illufer entlang. Es war ein traumhafter Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein und Vogelgezwitscher. Von Zeit zu Zeit traf man auf schön verzierte edle Brücken, zahlreiche Kirchen und ich kam am gläsernen Gebäude des Fernsehsenders Arte vorbei.

Eine von zahlreichen Strasbourger Brücken

Eine von zahlreichen Strasbourger Brücken

Zurück in der Stadt wurde die Idylle jäh zerstört. Es war noch voller geworden und die Menschen tummelten sich vor allem am Bootsanleger und natürlich in den kleinen Einkaufsgassen. Ich wünschte mich zurück ans ruhige Illufer, wollte aber unbedingt noch die Elsässer Spezialität (tarte flambée) probieren und suchte mir ein nettes Lokal auf dem Gutenbergplatz. Dort ruhte ich mich von meinem doch ganz schön mächtigen Fußmarsch aus und genoss das französische Leben.

tarte flambée

tarte flambée

Anschließend schlenderte ich noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen von Strasbourg, wobei ich dann aber auch froh war, mich auf den Weg Richtung Bahnhof aufmachen zu können, um den letzten Zug zurück nach Basel zu erwischen.

Auch wenn ich mir von Strasbourg mehr erhofft habe, war es ein gelungener Tag mit tollem Wetter und vielen schönen Eindrücken.

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3 Antworten zu Strasbourg (Alsace)

  1. Mareen schreibt:

    Ha! Da hab ich gedacht, guck ich einfach mal wieder rein & schwupp, hast du wohl gerade einen neuen Eintrag gepostet 🙂
    Wieder mal sehr tolle Bilder & der Flammkuchen sieht natürlich mit am besten aus :p

  2. Melanie schreibt:

    mmmh, ich hoffe der Flammkuchen war so lecker, wie er aussieht 🙂 Schade, dass du nicht im Spätsommer dorthin fahren konntest, ich glaube dort gibt es dann immer ein riesiges Quiltfestival.
    Viele Grüße
    Melanie

    • ringelsocke89 schreibt:

      Der Flammkuchen war meeega gut 😀 Aber ich musste ganz schön kämpfen, ihn auch aufzuessen. Die meisten Menschen im Lokal haben sich solch einen Flammkuchen geteilt^^
      Das Quiltfestival wäre natürlich ein Highlight gewesen, aber ohne euch auch kaum zu genießen 😉

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